SHIELDS AGAINST VIOLENCE

 

Dr. Joanna Imielska, University of Arts, Pozen

 

Es ist schwierig, alle künstlerischen Leistungen von Agata Norek zu beschreiben, da sie, trotz der Jugend der Künstlerin, sehr zahlreich sind, auch im Bereich der angewandten Kunst. 

Die „Schutzschilde“ von Agata Norek sind das Ergebnis eines sehr konsequenten logischen Handelns. In die frühere Suche im Bereich der Form, Farbe, Materie sind sehr intime persönliche Erlebnisse eingedrungen und sie haben die Hierarchie der Werte festgelegt: 

denn wer ist denn ein jeder von uns, wenn nicht eine Statistik gefüllter Erfahrungen, Informationen, Lektüren, Vorstellungen? 

Das Leben eines jeden Menschen ist eine Enzyklopädie, Bibliothek, Inventar von Gegenständen, Sammlung verschiedener Stilistiken, wo alles ununterbrochen und auf jegliche Art und Weise der Vermischung und der Unterordnung unterliegt. (Italo Calvino, Amerikanische Vorlesungen).


Die Arbeit stellt eine stimmige und vielschichtige Einheit dar, sie betrifft das Projekt der sogenannten „Schutzschilde“ an dem die Autorin seit 2009 arbeitet, einem künstlerischen aber auch gesellschaftlichen Projekt, dessen Anliegen der Kampf gegen Gewalt gegenüber Frauen ist. 

Wie die Autorin selbst feststellt, haben sich diesem Projekt Menschen angeschlossen, die sich für Kunst, Religion, Therapie, Soziologie, Philosophie, Psychologie oder Politik interessieren, da sich herausstellte, dass dieses Problem viele interessiert und betrifft.

Die Ablehnung von Gewalt, auch im Hinblick auf die eigene Person, haben sie dazu gebracht ein eigenes Schutzsystem in Form des Schutzschildes zu entwickeln. Die Schutzschilde wurden zu einer Art Schlüssel. Agata Norek ist eine Künstlerin, die sich der verschiedenen Kunsttraditionen bewusst ist, sie bemerkt verschiedene kulturelle und historische Elemente, die sie in ihrer Arbeit auf eine überzeugende und interessante Art und Weise nutzt.


Agata Norek spürt eine tiefe Verbundenheit mit Marina Abramovic, Niki de Saint Phalle und Alina Szapocznikow. Jede der oben genannten Künstlerinnen sieht ihre Kunst als Reinigung an, als Befreiung vom Trauma, Befreiung von Erinnerung. In ihrem Fall: Die Kunst soll die reale Existenz lindern, die Angst mildern, sie wird zu einer Sphäre inmitten der natürlichen Existenz und dem Idealen, zwischen der Vergänglichkeit und dem Andauern. (Anna Legezynska, Wislawa Szyborska)
Jedoch sind all diese künstlerischen Tätigkeiten keine Befreiung von der Vergangenheit, sondern ihr Andenken; diese Vergangenheit gibt den Impuls zum Handeln; denn, wie schon Miljenko Jergowicz sagte: 

"Nur in der Vergangenheit kann man etwas weiterentwickeln, was in der Vergangenheit passiert ist". 

Das Leid bleibt immer ein beschämendes Thema. Das körperliche Leiden, geistige Leiden- das sind Tabuthemen, ähnlich wie Gewalt. Nicht selten ertragen die Opfer von Gewalt ihre Qual schweigend – diese Probleme sind zur Abwesenheit, zur Unsichtbarkeit und zum Schweigen verurteilt. Diejenigen, die das Schweigen durchbrechen, zeigen ein großes Maß an Mut. Die Autorin fasst zusammen: Die Krankheit von Alina (Szapocznikow) war tödlich. Meine stellt sich als heilbar heraus. Der Schaffensprozess der Schutzschilde ist eine Medizin – er heilt und befreit. Das was der Mensch „am meisten sein Eigentum nennen kann“ ist seine stets wachsende Biografie – zitiert Agata Norek. 

Die Schutzschilde sind beschriftete Tafeln, voller Bedeutung und Inhalt. Jeder Schutzschild ist ein Zeichen, und in der Sprache der Kunst kann ein Zeichen sogar ausreichend sein für Tausende von Sätzen.

Agata Norek hat in der Arbeit 27 Schutzschilder mit Beschreibungen untergebracht, die sich wie eine Art intimer Gedichte lesen - auf der einen Seite voller Schmerz, auf der anderen voller Mut. Die Zwiespältigkeit wird zum Charakteristikum dieser Arbeiten, und der Schutzschild, welcher dieses Phänomen der Zwiespältigkeit meiner Meinung nach am besten widerspiegelt, ist der Schutzschild Friedenstaube (2011), der aus Federn und Messerklingen besteht. Das Thema hat die Form und die Materie komplett von sich abhängig gemacht, es sind Objekte entstanden, deren Basis der Kreis darstellt. Zu ihrer Anfertigung wurden neue Materialien verwendet, welche die Autorin bisher nicht benutzt hat, wie z.B. Glasfaser, Epoxidharz oder Plastik. Das technische Experiment wurde zu einem zusätzlichen Impuls, jede Form des Schutzschilds verlangte den Gebrauch unterschiedlicher Materialien, bedingt durch das angesprochene Problem, wodurch es den Rang eines Symbols erreichte. 

So wurde der Schutzschild gegen ökonomische Gewalt (2012) aus Münzen gefertigt, der Schutzschild – Arche (2012) aus Holz und der Schutzschild – Mein Vater liebt mich und würde mir nie etwas Böses antun aus (2013) aus Papier.
Die Autorin selbst stellt fest, dass ihre Schutzschilde vor allem zur intellektuell-emotionalen Sphäre gehören und erst in zweiter Linie physische Gegenstände sind, aber man könne ihre Körperlichkeit nicht auslassen. Wieder tritt das Phänomen der Dualität in den Vordergrund. 

Es sind Arbeiten entstanden, die gleichzeitig wunderschön und verstörend sind; anziehend durch ihre Äußerlichkeit und gleichzeitig abstoßend durch ihren Inhalt, die der Grund für ihre Entstehung ist, wie z.B. Schutzschild aus dem Kleid der jungen Königin (2012) aus Stoff und Reißzwecken, Schutzschild – Mama (2012) aus Stoff, Federn und Messern, Schutzschild gegen die Beschneidung von Frauen (2011) aus Tierhaut und Akaziendornen. 

Das Leben liefert nicht selten schwierige Erfahrungen, aber genau diese gaben Agata Norek den Impuls zum Handeln, auf dem Boden der Kunst übt sie die volle Macht aus. Die Kunst ist hier immer nur ein einzelnes Kunstwerk, in dem der Künstler ungezwungen die Oppositionen
und Werte festlegt, indem er die volle Macht über sie hat, da er weder die „Antwort“ abwarten, noch die Gegensätzlichkeiten eliminieren muss, sondern einzig und allein eine Vision gemäß bewusster und unbewusster Kriterien ausdrücken soll, einer Vision deren ganze Komposition zu einem Zeugnis und einer Manifestation wird. (Michal Glowinski, Zeichen, Stil, Konvention)

Die Arbeiten Agata Noreks sind stark, sie bewahren uns nicht vor Gefühlen, die bitter und ungewöhnlich bildhaft sind, wie z.B. beim Schutzschild gegen den Folterknecht, der Verehrung für seine Abscheulichkeit erwartet (2012), beim Kreuzschutzschild (2013), beim Schutzschild – Protest (2013) – ich zitiere an dieser Stelle die Worte von Wisława Szymborska aus dem Gedicht „Hass“, (aus dem Band Blick mit einem Körnchen Sand):

 

Sie ist die Meisterin des Kontrastes
zwischen dem Poltern und der Stille,
zwischen rotem Blut und weißen Schnee
und vor allem langweilt sie sie nicht
das Motiv des ordnungsliebenden Täters
über dem geschändeten Opfer.


Es gibt noch einige Schutzschilde, die für mich etwas ganz Besonderes sind, schon allein aufgrund der Titel, die sofort ein Feld der Vorstellung öffnen: Schutzschild – Das Geheimnis der Auferstehung (2011), Schutzschild -Erotik des Gehirns (2012), Schutzschild gegen das Vergessen (2012), Schutzschild der lügt (2012). Und zum Abschluss nenne ich Schutzschild für Mia (2012). Er lässt die Hoffnung erwachen, dass dies trotz alledem eine Kunst ist, die aus der tiefen Liebe zur Welt entsteht, welche die Seele bewegen soll und bewirkt, dass das Herz schlägt. (Piotr Potworowski)

Die Auseinandersetzung mit den künstlerischen Werken von Frau Agata Norek, die sogenannten Schutzschilde, stellte sich für mich als außergewöhn-lich inspirierende Aufgabe heraus. Es handelt sich einerseits um eine sehr persönliche Arbeit, stellenweise intim, andererseits aber um ein gesellschaftliches Engagement mit einem sehr großen emotionalen Potential, welches bewirkt, dass man gegenüber einem solchen Thema nicht gleichgültig bleiben kann. Die besprochene Doktorarbeit stellt eine eigenständige, wichtige Aussage dar. Sie erfüllt sämtliche intellektuellen wie sachlichen Ansprüche. Sie ist in einer präzisen Sprache verfasst, mit einem deutlichen Anklang an die Poesie, die ganze Komposition ist logisch aufgebaut und formt sich zu einer Ganzheit.

Agata Norek stellt eine mutige Persönlichkeit innerhalb der Kunst dar. Sie scheut den Vergleich nicht, sie hat keine Angst davor, sowohl aus den eigenen emotionalen Erfahrungen wie aus der eigentlichen Kunst zu schöpfen. Das sehr ausgeprägte plastische Bewusstsein der Autorin erlaubt es, viele Elemente zusammenzufügen, neue Formen zu erschaffen, die charakteristisch, originell und von großem, künstlerischem Wert sind.

Ihre Arbeit liest sich wie ein Buch mit wichtigem, außergewöhnlichem Inhalt.

 

 

Prof. Bogdan Topor, Akademie der Bildenden Künste, Kattowitz, Polen

 


Indem Agata Norek sich mit den verschiedenen Kunstdisziplinen befasst (Zeichnung, Grafik. Gestaltung, Malerei), bewirkt das aktive künstlerische Schaffen von Agata Norek eine Erweiterung des Forschungsfeldes aus den entfernten Disziplinen der Psychologie, der Mathematik, der Ethik, der Philosophie und sogar der Religion ein. Sie verbindet die Schaffensprozesse mit den eigenen, oft schmerzhaften Erlebnissen, wodurch sie ihrem Schaffen ein sehr intensives emotionales Element verleiht. Mit eben diesem drückt sie jedem ihrer Werke einen individuellen Stempel auf.


Die Doktorarbeit von Frau Agata Norek, die unter der künstlerischen Obhut von Dr. Andrzej Tobis realisiert wurde, ist erwartungsgemäß mit dem vorgegebenen Themenbereich verknüpft: der Kombination von 27 Schutzschild-Objekten, die durch die Künstlerin plastisch umgesetzt wurden und den Titel „Schutzschilde - Frauen gegen Gewalt“ tragen. Sie entwirft in Kombination mit einem fundierten theoretischen Hintergrund und einem Projekt mit therapeutischem Anliegen – dem Schaffen von Schutzschilden mit anderen Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind – eine stimmige Einheit, welche nur in diesem Kontext vollkommen und in seinen Einzelheiten verstanden werden kann.
Die Grundidee dieser Werke war und ist das Bedürfnis, Schutzschilde von Frauen für Frauen zu schaffen. Wenn man die Angelegenheit aus der historischen Perspektive betrachtet, erscheint die Angelegenheit klar. Das Schaffen eines starken Schutzschildes war ein offensichtliches Bedürfnis. Allerdings geht es in den Annahmen der Autorin nicht nur darum.
Wichtiger ist der Schutz vor psychischer Gewalt und das Schaffen von adäquaten Schutzschilden für die verschiedenen Formen der Gewalt, die ebenso effektiv sind. Da Agata Norek sehr präzise die Form und Funktion jedes der Schutzschilde beschreibt, versuche ich meine Analyse um die subjektive Interpretation dieser Objekte zu erweitern, wie eine Art Kommentar, da ich einer so suggestiven Arbeit gegenüber nicht neutral bleiben kann.
Ich fange mit der Wahrnehmung und dem Eindruck an, welche die Objekte bei der ersten Begegnung auf mich ausübten. 

 

Alle Schilde basieren auf der Form des Kreises, also findet man hier vielleicht die Antwort darauf, ob die Notwendigkeit, Schutzschilde zu schaffen, die Funktion magischer Kreise – Mandalas – erfüllen soll. Ich greife auf die Aussagen von C.G. Jung zurück, der im Zeichnen von Mandalas durch Personen, die einen Hang zur Desintegration ihrer Persönlichkeit haben, den Versuch der Vereinigung eben dieser Persönlichkeit sehen. Durch den Aufbau eines zentralen Punktes, der die Funktion eines Orientierungspunktes erfüllt, oder durch das konzentrische Anordnen der ungeordneten Vielseitigkeit und gegensätzlichen Inhalte, gleicht das runde Bild das Chaos und die Unordnung aus. Die funktionelle Bedeutung des Mandalas als Instrument der Meditation, Konzentration und des sich Vertiefens, stützt sich gleichzeitig auf das Schaffen einer inneren
Ordnung, und gerade deshalb erscheint es in Serien. Sie treten nach chaotischen Zuständen auf, die sich durch Konflikte und Unruhen auszeichnen. Sie drücken die Idee des sicheren Schutzes aus, des sich Abfindens und der Ganzheit. Diese Bilder haben einen enormen therapeutischen Einfluss auf den Autor, da sie oft den Versuch beinhalten, Gegensätzliches und sogar den tragischen Zerfall der Persönlichkeit wieder zu vereinen. Sie haben aber nur dann eine heilende Wirkung, wenn sie spontan umgesetzt werden. Eine künstliche Nachahmung dieser Bilder bringt uns nichts. Soviel zu C.G. Jung.

Ich möchte diese Interpretation allerdings als Mittel für die Analyse der Arbeit Agata Noreks nicht überbewerten; sie bezieht sich eher auf den Teil, der therapeutischen Charakter hat. Es offenbart sich dafür in Objekten wie beispielsweise im Schutzschild – „Mein Vater liebt mich und würde mir nie etwas Böses antun“ – ein mantrisches unendliches Wiederholen des Satzes. Der „Kreuzschutzschild“ wiederum – schafft ein archetypisches Bild, die sogenannte Quadratura circuli - Quadratur des Kreises mit einer tiefen symbolischen Bedeutung, die Vierteilung der Einheit, welche jahrhundertelang als Vorbild für die Vorstellung Gottes galt. Zum Vergleich verweise ich auf die Mandalas der Nawaho - Indianer, die zu Heilzwecken aus buntem Sand
gefertigt werden. Der runde Kopf definiert die männliche Gottheit. Das Legen von vier Paaren von Gottheiten auf die Schultern des Kreuzes suggeriert eine buddhistische Swastika, die sich nach rechts dreht – im Gegensatz zu der nach links gerichteten, die das Böse symbolisiert. Außer dem zweifelsfrei therapeutischen Wert haben die Mandalas noch eine weitere Eigenschaft, die sie ganz offensichtlich mit der Person Agata Norek verbindet. Sie ist das Symbol des perfekten Menschen...

 

Wie ich bereits erwähnt habe, so ist das Schaffen der Schutzschilde eng verbunden mit den schmerzhaften Erlebnissen der Autorin; es ist ein Gegengewicht zu den Ängsten und Verletzungen aus der Vergangenheit, dem Bedürfnis des Reinigens und Befreiens des Geistes und des Schaffens einer Strategie des Schutzes in Form eines plastischen Objektes. Den Geist zu befreien bedeutet nicht, die Narben der Vergangenheit zu verdrängen. Es ist die Fähigkeit, Hiebe und Narben anzunehmen und das Ganze in eine positive Kraft
umzuwandeln, die frei von Angst und gleichzeitig frei vom Bedürfnis der Vergeltung ist. Es ist das erneute Durchbrechen des Schwertes auf der Lafette aus dem Evangelium. Es scheint, dass der Schaffensprozess der Schutzschilde eine solche Formel angenommen hat.
Die Kraft dieser Formen steckt im ganzen Schaffensprozess, der sich auf eine tiefe und sehr detaillierte Analyse stützt und Grenzsituationen erreicht. Zusammen mit dem Kommentar (der nicht nur eine Ergänzung des Autors darstellt), erlaubt er ein Vertiefen und eine Annäherung an die seelischen Erlebnisse durch den Zuschauer, in denen die Gedanken und Vorstellungen der Autorin die kreativen Instrumente des Erkennens sind - zumal diese Objekte nicht in der Lage sind, das traditionelle ästhetische Bewusstsein zu beruhigen.

 

In ihren Arbeiten beruft sich die Künstlerin auf der einen Seite auf das Unterbewusstsein - ihre Quelle des Ausdrucks. Auf der anderen Seite wiederum beruft sie sich auf Archetypen und Symbole sowie Konzepte, die ihre Ursprünge in verschiedenen Kulturkreisen haben. Sie bewegt sich dabei auf dem Gebiet der Erkenntnisse der Forschung, individuellen und kollektiven Glaubens, der Mythologie sowie der eigenen Erfahrungen. Die Formen, die sie entwirft, sind entschieden und klar definiert; es gibt keine Verschwiegenheit oder Unklarheiten in ihnen. Das Modul, welches sie nutzt, entspricht keinem Schema. Für gewöhnlich ist es einfacher, einen Zyklus von Arbeiten zu schaffen, der auf einem einheitlichen, von Beginn an festgelegten Format basiert. Ich unterstelle Agata keine bewusste Erleichterung, folglich ist dieses
einheitliche Format der Schutzschilde diktiert durch die, wie ich denke, unterbewusst emotionale Herangehensweise der Autorin, um mehr das Wesen als die Form jedes einzelnen Schutzschildes herauszustellen; so z.B. der Schutzschild gegen ökonomische Gewalt, der einen schützenden Panzer formt, das Dornenschutzschild, welches sich auf die X. Station des Kreuzweges Christi bezieht oder das Aschenputtel- Schutzschild, welches die Verwandlung von Schwäche in Stärke symbolisiert.

 

Jede dieser Arbeiten ist ein Bild, welches sich ihrem Wesen nach auf die Tiefe der Wirklichkeit bezieht, oder, wie die Autorin es beschreibt, die Erinnerung an sie darstellt. Einer Erinnerung, die mit der Vergangenheit verknüpft ist, mit der Gegenwart und der Zukunft. Gleichzeitig
aber auch mit den Lebensprozessen der Autorin selbst. Es sind die Lebensprozesse, die für sie der wichtigste Bestandteil des Schaffensprozesses sind; sie sind der Inhalt der visuellen Form als auch der Ursprung ihrer Kreation. Die Auswahl der Mittel zur Umsetzung zeugt von großer Fantasie sowie handwerklichem Können im Bereich des Verbindens und Trennens verschiedener Materialien, die manchmal ungewöhnlich in einer traditionellen künstlerischen Werkstatt sind. Ihr Gebrauch erfordert die Fähigkeit, Formen schnell definieren zu können, eine sichere Hand, die Verbindung von Improvisation und Gestaltung. Gleichzeitig ist er die konsequente Umsetzung der Ideen und Annahmen und das Ergebnis langjähriger Arbeit an einer Werkstatt, wobei die Wirkung durch die Intuition diktiert ist – die am glaubwürdigsten ist.

 

Agata Norek schafft aus der Kunst die Mission des Beschreibens ihrer eigenen Existenz, mit der Aufgabe, ein Gegengewicht gegen das Böse und die Gewalt zu schaffen. Zusammenfassend, wie aus dem oben genannten hervorgeht, stellen das künstlerische Schaffen und die Doktorarbeit von Frau Magister Agata Norek einen wichtigen Bestandteil für die Entwicklung der künstlerischen Disziplin – der Schönen Künste dar. Zusammen mit dem Projekt mit therapeutischem Charakter erweitert es ihre Wirkung um eine gesellschaftliche Komponente.
Lobenswert ist es auch einen besonderen Blick auf die breite Tätigkeit während der künstlerischen Ausbildung zu werfen, die den Charakter des Propagierens, des Lehrens und der Therapie durch die Kunst hat.

 

 

Dr. Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg

 

 

Noreks Kunst ist getragen von einer inneren Ambivalenz: Auf der einen Seite ein hoher ästhetischer Anschauungsgehalt, auf der anderen Seite eine tief begründete Brechung dieser Ästhetik, die Verwerfungen sichtbar macht. Dieser Widerspruch ist die Grundlage des künstlerischen Schaffens der Grafik-Designerin und Malerin Agata Norek.

Beispielhaft für die tiefgründige Ambivalenz Ihres künstlerischen Schaffens ist das Porträt der Künstlerin, eine Selbstinszenierung von hoher ästhetischer Kraft. Norek ist im weißen Spitzenkleid, frontal, symmetrisch ins Bild gesetzt. Vorne am Hals wird ein dunkelroter Fleck gewissermaßen anstelle eines blutroten Granats, fast wie ein Schmuckstück, sichtbar. Die Künstlerin zeigt sich verletzt und doch ist sie sichtlich unberührt.

Der Titel der Arbeit lautet „Agata – Dolchstichtaube“, in Anlehnung an eine Taube, zoologisch: Gallicolumba luzonica, die ebenfalls einen roten Fleck am Hals aufweist.

Nun könnte man sich fragen, ob eine solche Ästhetisierung einer Verletzung künstlerisch begründbar ist. Ich meine: ja, denn durch die Perfektionierung der ästhetischen Erscheinung ihres Bildes, das an ein Werbefoto erinnert, erhält der Blutfleck eine noch größere Wirksamkeit bzw. gesteigerte Prägnanz. Die Perfektion ihres Bildes ist gestört und unterbrochen, zwar nicht in der Schärfe, wie sie in der Werbung etwa durch die Benetton-Aktion des Fotografen Oliviero Toscani (geb. 1942) Ende der 90er Jahre unter großem Aufschrei der Öffentlichkeit vor Augen geführt wurde – er zeigte u.a. das blutbefleckte Hemd eines gefallenen Soldaten im Bosnienkrieg -, nein, Norek ist hier wesentlich subtiler, denn ihr Hauptthema ist der „Schutzschild“, die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema erlebter Gewalt.

 

Das Bild des „Schutzschildes“ ist für Agata Norek eine „Materialisierung“ ihrer persönlichen Erfahrungen, Erfahrungen, die gewissermaßen durch den Filter ihrer Kunst sichtbar werden. In der Reihe werden insgesamt 27 Objekte so genannte „Schutzschilde“, gezeigt, die zwischen plastischem Relief, Malerei, Skulptur und Installation changieren. Sie sind alle in höchst unterschiedlichen Materialien ausgeführt und weisen jeweils eine große Perfektion in der künstlerisch-technischen Umsetzung auf.

 

Hierzu drei Beispiele: Der Schutzschild mit dem Titel „Taube des Friedens“ (2012) ist mit weißen Federn konzentrisch belegt, so dass der Schild wie der kreisförmig gebogene Flügel eines Vogels, wohl einer weißen Taube, wirkt. Doch bei genauerem Hinsehen erweisen sich die Federspitzen am unteren Ende der Komposition als Messerspitzen, das weiße und weiche Material gipfelt dort im scharfen, verletzenden Stahl, der unter den Federn subkutan verborgen liegt. Die Weichheit des Materials wird so hinterfragt, ein Spannungsbogen implantiert, der sich vom Bild der Friedenstaube zum „Vogelungeheuer, zum Symbol des rechtskräftigen und gerechten Krieges, des Bombenfliegers“ spannt, wie Norek selbst in einem literarischen Text begleitend schreibt. Und sie wird noch deutlicher: „Die in schützendem Unschulds-Weiß strahlenden Schwingen schneiden messerscharf und gnadenlos durch die Wogen des Unrechts.“

Diese sehr plastische und bildhafte Sprache korrespondiert mit dem Federrelief des Schildes, das nämlich genau diese Ambivalenz zum Ausdruck bringt: Die Federn werden zu einem hochästhetischen Gebilde mit verdichtetem Inhalt, der sich von Friede bis Krieg, von Unschuld bis Unrecht zu spannen vermag.

Der „Schutzschild: Die Lüge“ ist ein Schild, der mit plastischen Elementen konzentrisch belegt wurde: Erkennbar ist der in Gips abgeformte und vervielfältigte Mund der Künstlerin, der - unterschiedlich weit geöffnet – jeweils andere Worte auszusprechen scheint. Diese eindringliche Verdichtung und Konzentration auf den Mund stellt für Norek eine Verbildlichung des Themas der „Lüge“ dar, die sich im starken plastischen Bild materialisiert. Das Abstraktum Lüge erhält durch die spezifische Vervielfältigung des Mundes im wahrsten Wortsinne plastische Gestalt und wird zudem durch die verwendete Farbe „Weiß“ mit einer besonderen Kälte ausgestattet. Norek hierzu: „Du bist eine große Raffinesse, Unschuld und weißes, kaltes Blut. Es ist nicht wichtig, was der Inhalt deiner Worte ist.“ Der Mund ist unterschiedlich geöffnet und spricht damit mit einer differierenden, ambivalenten Sprache der Lüge.

Einen besonderen skulpturalen Akzent setzt Norek beim „Schutzschild für Mia“, ein hölzerner Schutzschild, der horizontal liegt und auf dessen Oberfläche eine Burg gebaut ist. Mit diesem, ihrer Tochter Mia gewidmeten Schild greift Norek auf die Ästhetik von Kinderspielzeug zurück: Sechs kreisrunde Türme mit spitzen, abwehrenden Kegeldächern sind mit einer hohen Palisadenwand verbunden, die wiederum durch Tore gegliedert ist. Es entsteht ein wehrhafter Burgberg. Dieser Burgberg steht nun horizontal auf dem Boden und ist gewissermaßen als Symbol des Wehrhaften schlechthin aufgefasst. In der Bezugnahme auf die Kinderwelt liegt die besondere Ambivalenz begründet, d.h. die Unschuld des Kindlichen verbindet sich mit der Gefahr der Erwachsenenwelt. Norek sieht in dem Schild: „Ein weibliches Geschenk und königliches Erbe für das ganze Leben, edle Waffe mit scharfen Spitzen der Schlosstürme“. Oder anders gesagt: Das kindliche Spielzeug kann in der Erwachsenenwelt als scharfkantiger Schutzschild benutzt werden.

Was sind nun Schilde?

 

Schilde sind seit der Antike benutzte Defensivwaffen, die dazu dienen, denjenigen, der sie trägt bei kämpferischen Handlungen zu schützen. Schutzschilde wurden aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt, etwa aus Flechtwerk, Holz, Leder oder Metall, also Material, das Nahkampfwaffen wie auch Geschosse des Angreifers abzupuffern vermag. Sie werden geführt mit einem rückseitigen Griff, der meist hinter dem Schildbuckel verborgen liegt. Bei den Römern – die ja in Augsburg durch das 15 v. Chr. Zwischen Lech und Wertach errichtete Militärlager präsent sind - konnte das großformatige scutum gleich einem Setzschild als Schutzwand auf dem Boden abgestellt werden, wohingegen Rundschilde größere Flexibilität und Beweglichkeit der Träger ermöglichten. Seit dem 12. Jahrhundert werden Schilde zunehmend mit Farben bemalt und es entsteht der Wappenschild mit dem sich Personen und ganze Familien identifizieren und zuordnen lassen. Schutzschilde sind seither die Wiege der Genealogie.

 

Sucht man Noreks Ansatz im zeitgenössischen Kunstschaffen zu verorten, dann muss zunächst die Frage gestellt werden: Ist Kunst hier gleichzusetzen mit Therapie? Was unterscheidet ihr Werk von einer um sich selbst kreisenden, sich selbst therapierenden Kreativität? Ich meine: Der Unterschied liegt im Transportieren allgemeingültiger Aussagen, die eine künstlerische Tiefe sichtbar machen. Norek schafft es das Thema Gewalt durch das Bild des „Schutzschildes“ unmittelbar Gestalt werden zu lassen.

Andere Ausprägungen dieses Themas haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch andersgeartete Gestaltungsformen gefunden. Zu nennen ist etwa Marina Abramovics (geb. 1946) existentielle Performancekunst, die die Grenzbereiche körperlicher Erfahrungen sucht, ebenso die „Schießbilder“ Niki de Saint Phalles (1930-2002), die performativ den künstlerischen Prozess ins Aggressive verwandelt, in dem sie auf vorbereitete Gipsreliefs, in denen Farbbeutel eingearbeitet waren, mit echten Waffen schoss. Niki de Saint Phalle war selbst Opfer sexuellen Missbrauchs und sagte von sich: „Ich umarmte die Kunst als Erlösung und Notwendigkeit“. Dass aus dieser Notwendigkeit große, dichte Kunst entstand, ist unbestreitbar. Auch Agata Noreks „Schutzschilde“ sind mit einer großen inhaltlichen Dichte ausgestattet, die uns die Abgründe der Gewalterfahrung vor Augen führen. Und diese Dunkelheit berührt den Betrachter, der sich vordergründig mit der hohen ästhetischen Dimension der Werke konfrontiert sieht, die wiederum in der Bildsprache der osteuropäischen Bildlichkeit begründet ist.

Ich hoffe auf viele interessierte Betrachter der Kunstwelt von Agata Norek!“

 

 

STIMMEN ZUR AUSSTELLUNG

 

 

"Begegnet nicht Agatas Kunst, wenn ihr mit einem Glas Prosecco euch ein Objekt passend zu eurer Tapete suchen wollt, geht nicht auf Agatas Vernisagen, wenn ihr es leicht und bekömmlich wollt, geht nicht zu Agata! 

Ihr werdet angezogen von Ihr, von einer Flut der Eindrücke. Ihr werden erschlagen von Schönheit und Zwiespalt, und ihr braucht Mut. Agata ist ein Missionar von göttlicher Hand. Mal abgesehen der hohen handwerklichen Kunst, selbst wegblickend der Strahlkraft und dem Charisma der Person, bleibt immer noch zuviel Kraft und Ausage in ihrer Kunst, welche niemanden unberührt lassen kann."

 

Karl-Heinz Baas

 

   

Fadumo Korn, Afrikanerin aus Somalia, engagiert sich gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen, Foto: Valterio D´Arcangelo | klickfoto-24

  

"Die Schilder wirken auf mich total anziehend. Sie sind etwas ganz besonderes. Leicht und einmalig, schwer und dennoch fein und sensibel. Den Spagat muss man erst einmal schaffen. Aber das aller schönste ist: sie sind wie eine Blume, das vergängliche ist so nah und doch sind sie stark genug sich selbst zu schützen, und somit ein Mädchen unter ihre Schutz zu stellen. Ich danke der Agata Norek für deine Wunderbare gelungene Idee. Sie hat das umgesetzt was andere eine kleine Ewigkeit suchten und nie fanden."

 

Fadumo Korn, Afrikanerin aus Somalia, engagiert sich gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen

 

 

"Die Ausstellung “Schutzschilde” hat mich tief berührt. Ich habe sie einfach so besucht, weil ich an der Kunst von Agata interessiert bin. Umso betroffener habe ich sie erlebt. Nicht nur die kreativen Schutzschilder, unter deren Gewicht verletzte Frauen verständlicherweise zusammenbrechen können, sondern auch die beigefügten Worte hinterlassen Spuren in meiner weiblichen Psyche.

 

Ich habe keine Trauma-Therapie gemacht, hatte nie die Frage nach “Missbrauch” gestellt, sondern immer nur verzweifelt erfahren, dass ich mich nicht abgrenzen kann. Und durch diese Schwäche habe ich keine Stärke entwickeln können, trotz analytischer Gesprächstherapie, trotz der Theorie eines sogenannten Skilltrainings...Erst als ich- als heute 60-jährige Frau, diesen Schutzschildern gegenüberstand, erkannte ich mein Drama eines verletzten Kindes. Ein Kind kann sich nicht schützen, weil es nur durch “Liebe” überleben kann. Und dieser Hunger nach “LIEBE” lässt mich betroffen vor den Schutzschildern stehen, öffnet die Türe zu meiner längst weggesperrten Trauer und lässt mich zum ersten Mal begreifen, dass die Agatas Worte die Erkenntnis über meinen erlebten emotionalen, sexuellen und ganz einfachen Macht- MISSBRAUCH offenbart. “Du greifst nicht zornig oder aggressiv an- daher fühle ich mich selbst verantwortlich für das Böse, das du mir antust. Lächelnd schüttest Du Steine in meine elastische, weibliche Psyche.” Diese Worte haben mich wachgerüttelt (...)

 

Diese Ausstellung empfinde ich als Trost und ich beginne meine jahrelange Überforderung zu verstehen. Ich beginne, mich selbst als Frau zu verstehen und Erbarmen für mein missbrauchtes “Inneres Kind” zu entwickeln. Diese Ausstellung warnt mich, als Betroffene, mich nicht weiter zum Krüppel machen zu lassen, sondern selbst über Unversehrtheit, Empfindsamkeit und Sexualität bestimmen zu dürfen.

 

Sexueller, emotionaler Missbrauch hinterlässt Spuren und Du, Agata ermutigst mich, nicht mehr weiter gegen mich, sondern gegen den Täter zu kämpfen und mich aus meiner “Opferrolle” befreien zu dürfen, weil ich erst heutzutage  durch deine Ausstellung meine Würde als Frau begreife.”

 

Anonym 

 

 

"Eine absolut empfehlenswerte Ausstellung! Noch nie wurde bisher etwas Vergleichbares gezeigt: ein rasierklingengefährlicher Ritt zwischen atemberaubender Ästhetik und schmerzhaft-beklemmender Betroffenheit!"

 

Johannes Kopp, Designer

 

  

"Die Ausstellung „Schutzschilde“ von Agata Norek ist ein Wechselbad der Gefühle. Man könnte es mit einem Verkehrsunfall vergleichen – zu real und schockierend um hinzuschauen, aber viel zu ergreifend als wenn ich hätte wegschauen können. 

 

Agata Norek ist nicht zu vergleichen mit anderen Künstlern dieser Welt, deren Kunst nur das Auge oder das Gemüt berührt. Ihre Kunst berührt die Seele. „Schutzschilde“ regt zum Umdenken an, in was für einer Welt wir leben. Es gibt all denen Kraft, welche schon am eigenen Leib physische und psychische Schmerzen erleben mussten und lässt die „Verschonten“ wieder erkennen und dankbar dafür sein, wie gut es ihnen geht. Diese Ausstellung besucht man nicht, um etwas gesehen zu haben, sondern sie ein Leben lang im Kopf, im Herzen und in der Seele mit sich zu tragen."

 

Sarah Baas

 

 

In der psychoanalytischen Psychotherapie wird die Leid zufügende „böse Mutter“ als schlechte Brust dargestellt. Die Rettung ist dann die zweite gute Brust. Ich denke, es ist ihnen gelungen die gute Brust hinzuhalten nämlich in Form des Schildes. Der Kontakt mit diesem, soll der verletzten Person helfen sich mit der sogenannten „guten Mutter“ zu identifizieren, um in Zukunft gut zur sich selbst und anderen zu sein. Dies stammt aus den eigenen Erfahrungen als Therapeutin.

 

Bogusława Jaworka-Zniszczoł 

 

 

„Hallo Agata! Deine Ausstellung haben heute fünf Frauen besucht, welche selbst psychische Gewalt erfahren haben. Nach einer kurzen Einführung habe ich sie alleine gelassen, damit sie dich in der Stille und intimem Kontakt erleben können. Als ich zurückkehrte zeigen sie sich gegenseitig die Schilde, mit denen sie sich identifizieren konnten. Fast jede wies auf mehrere. Sie gingen mit einen Lächeln heraus, doch ich spüre dass sie noch vieles verarbeiten müssen.
Ich habe ihnen deine Stärke gezeigt, deine persönliche Stärke die schlimmsten Erfahrungen in ein Triumph umzuwandeln.
Du bist Großartig!“


Worte von Wiola Gaszka – Kuratorin der Ausstellung „Schutzschilde gegen Gewalt“ in Kulturhaus in Rybnik Chwalowice. 

     

   Fadumo Korn & Dr. Agata Norek, Foto: Walter Korn

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